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Gewässerschutz

Selbstverständlich gibt es heute moderne Verfahren, um unerwünschte Stoffe aus dem Wasser zu entfernen. Doch die Wasserversorgungsunternehmen verstehen sich nicht als "Reparaturwerkstatt" mit immer mehr kostenintensiver Aufbereitungstechnik, sondern wollen auch zukünftig möglichst natürliches Trinkwasser kostengünstig an den Kunden abgeben.
Deshalb setzen sich die Wasserversorgungsunternehmen für eine konsequente Anwendung des Verursacherprinzipes ein: Wer Wasser verschmutzt, soll auch für dessen Reinigung verantwortlich sein.

Unbefriedigend ist an manchen Stellen nach wie vor die Situation bei der Nitratbelastung des Grundwassers. Doch auch hier hat ein Umdenkungsprozess stattgefunden. Zahlreiche Wasserversorgungsunternehmen und Landwirte haben sich in Arbeitskreisen organisiert, um die Nitratbelastung des Grundwassers durch die Landwirtschaft zu senken - zum Teil mit sehr großem Erfolg.

Auch in den nächsten Jahren wird dieses Vorsorgeprinzip von großer Bedeutung sein. Denn: Was nicht in die Gewässer gelangt, muss auch nicht aufwendig aus ihnen entfernt werden. Jeder von uns ist dazu verpflichtet, hierfür seinen Beitrag zu leisten.

Jeder einzelne von uns kann die Arbeit der Kläranlagen erleichtern und einen aktiven Beitrag zum Gewässerschutz leisten, indem er beispielsweise auf aggressive Reinigungsmittel verzichtet, Farben, Lacke und Pinselreiniger nicht mit dem Abwasser entsorgt und die Toilette nicht als Abfalleimer missbraucht.

Mit der Einleitung des in der Kläranlage gereinigten Abwassers in die Gewässer endet der Wasserkreislauf.

Das gereinigte Abwasser wird dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt. Die Wasserversorger und Abwasserentsorger haben in Deutschland in den vergangenen Jahren viel für den Gewässerschutz getan. Die Kommunen haben Kläranlagen gebaut oder ausgebaut, und die Abwässer werden heute wesentlich gründlicher gereinigt, als noch vor wenigen Jahren.
Mit dem Ergebnis: Die Wasserqualität in vielen Seen und Flüssen in Deutschland hat sich deutlich verbessert. "Baden erlaubt" gilt wieder für viele Gewässer, die noch vor Jahren als gesundheitlich bedenklich eingestuft worden.

Abwasserreinigung/Entgelte

Ihr Klärwerk reinigt Ihr Abwasser.

Rund 11.000 Kläranlagen unterschiedlicher Größe sorgen in Deutschland für die Reinigung des kommunalen Abwassers. Die Größe einer Kläranlage ist abhängig von der Menge und der Schmutzfracht des anfallenden Abwassers, der Besiedlungsdichte und den lokalen Rahmenbedingungen.

Pro Tag fallen in der Bundesrepublik Deutschland rund 10 Millionen Kubikmeter Abwasser an. Dieses stammt überwiegend aus den Bereichen Haushalte, Straßenentwässerung sowie Gewerbe und Industrie.

87,5 % der Kläranlagen sind mit einer biologischen Reinigung nach modernsten Gesichtspunkten ausgestattet. Der hohe Reinigungsstandard in Deutschland im internationalen Vergleich hat zu einer enormen Verbesserung der Gewässerqualität geführt.
Abwasserreinigung ist praktizierter Umweltschutz, der selbstverständlich auch seinen Preis hat (Abwasserentgelte).

Im Klärwerk durchläuft das Abwasser unterschiedliche Klärstufen wie

  • Rechenanlage
  • Sandfang
  • Vorklärung
  • Belebung
  • Nachklärung

Bei der mechanischen Reinigung werden aus dem Abwasser in erster Linie die nicht gelösten, festen Stoffe entfernt. In der biologischen Stufe des Klärwerkes entzieht man dem Abwasser mit Hilfe spezieller Bakterien die gelösten Verunreinigungen (Kohlenstoff, Phosphor und Stickstoff). Der anfallende Klärschlamm wird im Faulturm weiterbehandelt.

Abwasserableitung

Das öffentliche Kanalnetz hat in Deutschland eine Länge von rund 400.000 Kilometern und reicht damit zehnmal um die Erde.

Über 90 % der Bevölkerung sind daran angeschlossen. Hinzu kommen rund 780.000 Kilometer auf Privatgrundstücken. Das kommunale Abwasser wird durch die Kanalisation von den Haushalten zur Kläranlage abgeleitet. Auch Industrie und Gewerbe leiten ihre Abwässer in die öffentliche Kanalisation, es sei denn, das Abwasser wird im Unternehmen selbst gereinigt.

Bei der Kanalisation unterscheidet man zwei Formen: Mischkanalisation und Trennkanalisation. Sie unterscheiden sich durch die verschiedene Ableitung des gesammelten Regenwassers.

Das häusliche Abwasser gelangt über die hausinternen Abwasserrohre und den Grundstücksanschlusskanal ins öffentliche Kanalnetz. Die Kosten für Ausbau, Instandhaltung und Betrieb des öffentlichen Kanalnetzes sind Bestandteil des Abwasserentgeltes.

Gebrauch/Verwendung

Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel und Grundlage für unseren hohen Hygienestandard.

Es wird in den unterschiedlichsten Lebensbereichen verwendet: Als Erfrischungsgetränk - ohne oder mit Kohlensäure -, für die Zubereitung von Speisen und Getränken, beim Baden oder Duschen. Sie benötigen es zum Händewaschen, zur Geschirrreinigung und zur Pflege Ihrer Sanitär- und anderer Lebensbereiche im Haushalt. Bei der Herstellung vieler Lebensmittel (Brot, Säfte, Limonaden, Bier, Konserven etc.) ist Trinkwasser unverzichtbar. Darüber hinaus wird Trinkwasser in Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft genutzt. Rund 99 Prozent der Bevölkerung sind an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen. Mit 127 Litern pro Einwohner und Tag hat Deutschland zusammen mit Belgien den niedrigsten Wasserverbrauch in der Europäischen Union.

Trinkwasser ist ein hochwertiges und doch preiswertes Erfrischungsgetränk. Ein Kubikmeter, das sind 1.000 Liter, kostet in Deutschland im Durchschnitt 1,75 EUR. Drei Liter Trinkwasser kosten damit weniger als ein Cent.

Trinkwasser können Sie zu jeder Tages- und Nachtzeit nutzen: In hervorragender Qualität, in beliebiger Menge, überall in Deutschland. Für uns alle bedeutet das Lebensqualität, die in anderen Ländern nicht selbstverständlich ist. Die Trinkwasserversorgung in Deutschland hat im internationalen Vergleich einen Spitzenstandard bei der Qualität wie der Versorgungssicherheit.

Trinkwasser enthält viele für den menschlichen Organismus lebenswichtige Spurenelemente und Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium. Eine ausreichende Calciumversorgung ist beispielsweise wichtig für die Widerstandsfähigkeit der Zähne. Kinder haben einen besonders hohen Calciumbedarf. Ein "hartes" und damit calciumreiches Wasser hilft gegen eine mögliche Calciumunterversorgung.

Kundenanlage

Die Verantwortung Ihres Wasserversorgungsunternehmens für die Trinkwasserqualität endet an der Hauptabsperrvorrichtung.

Da auch bei Bau und Pflege des öffentlichen Trinkwassernetzes höchste technische Standards gelten, kann das Wasserversorgungsunternehmen die gute Qualität seines Produktes bis zur Hauptabsperrvorrichtung im Keller Ihres Hauses garantieren. Innerhalb des Hauses ist der Eigentümer für die Güte des Trinkwassers zuständig.

Bei der Einrichtung einer neuen Kundenanlage ist zu entscheiden, aus welchem Material die Trinkwasserleitungen bestehen sollen. Nicht jedes Rohrleitungsmaterial ist nämlich für jedes Trinkwasser geeignet. Deshalb muss sich die Auswahl des Rohrleitungsmaterials nach der örtlichen Wasserbeschaffenheit richten.
Über diese Informationen verfügt Ihr Installateur. Sie können aber auch direkt die Mitarbeiter Ihres Wasserversorgungsunternehmens fragen, welche Erfahrungen man mit den verschiedenen Materialien gewonnen hat.
Alle Arbeiten an der Kundenanlage, die sich auf die Trinkwasserqualität auswirken, müssen von einem fachkundigen, bei Ihrem Wasserversorgungsunternehmen eingetragenen Installateur durchgeführt werden. So bestimmt es der Liefervertrag, den jeder Kunde mit seinem Wasserversorgungsunternehmen abgeschlossen hat.
Auf seinem Weg aus dem öffentlichen Trinkwassernetz in die Hausinstallation passiert das Trinkwasser die Wasseruhr, die den Verbrauch festhält. Anschließend sollte das Wasser noch durch einen Feinfilter fließen, der beispielsweise mögliche kleine Eisenpartikel aus dem Rohrnetz zurückhält. Das schützt die Wasserrohre vor Korrosion. Der Einsatz anderer Filter- oder Nachbehandlungsanlagen ist nicht notwendig.

Wasserverteilung

Zu Ihnen nach Hause gelangt das Trinkwasser über ein weitverzweigtes, unterirdisches Rohrleitungsnetz.

Damit auch nach dem Transport durch die Leitungen bei der Übergabe an den Kunden die Qualität des Trinkwassers einwandfrei ist, gelten bei Bau und Pflege des Rohrnetzes höchste technische Standards. Die Wasserversorgungsunternehmen garantieren die hohe Qualität ihres Produktes bis zum Wasserzähler; für die Qualität bis zum Wasserhahn ist dann der Hauseigentümer verantwortlich.

So wie in diesem Bild gezeigt, kann die Versorgung einer Stadt mit Trinkwasser aussehen. Die vom Wasserwerk kommende Hauptwasserleitung - mit einem Durchmesser bis über einem Meter - verzweigt immer mehr. Überall in den einzelnen Straßen gibt es Hausanschlussleitungen, die das erfrischende Nass in die einzelnen Häuser bringt. Ein dichtes Netz von Hydranten versorgt die Feuerwehr im Notfall schnell mit dem nötigen Löschwasser. Hydrantenschilder zeigen die Standorte der Hydranten an.

Um Wasserverluste durch Rohrbrüche oder Undichtigkeiten zu vermeiden, wird das Rohrnetz mit Hilfe modernster Technik ständig überwacht und verbessert. Mit Erfolg: Nirgendwo sonst in Europa sind die Wasserverluste in der öffentlichen Trinkwasserversorgung so gering wie in Deutschland, sie liegen bei unter 9 Prozent; im Vergleich dazu liegen England und Wales bei 29 Prozent und Frankreich bei 25 Prozent.

Trinkwasser - Qualität/Preis

Trinkwasser können Sie ein Leben lang genießen. Dafür sorgen die deutschen Wasserversorgungsunternehmen.

Grundlage für die hervorragende Trinkwasserqualität ist die Trinkwasserverordnung mit ihren strengen Grenz- und Vorsorgewerten. Die Wasserversorgungsunternehmen gewährleisten die Einhaltung der Grenzwerte und die hohe Qualität des Trinkwassers (Qualitätskontrollen).
Dies wird durch die Gesundheitsbehörden überwacht, denn Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel des Menschen.
Eine hohe Trinkwassergüte, die Einhaltung strenger Grenzwerte, eine umfassende Überwachung der Trinkwasserqualität, Bau, kontinuierliche Pflege und Betrieb des Rohrnetzes ... - das alles ist nicht zum Nulltarif zu haben.
Trinkwasserqualität hat ihren Preis.

So wie in der obenstehenden Animation kann es im Wasserwerk aussehen.
Bei der Wasseraufbereitung werden technische Reinigungsverfahren genutzt, die natürlichen Reinigungsprozessen gleichen, wie sie beispielsweise im Boden ablaufen (z. B. Aktivkohlefiltration). Bei der Sandfiltration zum Beispiel sickert das Wasser langsam durch eine mehrere Meter dicke Sandschicht.
Technisch aufwendigere und teurere Aufbereitungsverfahren ( - bekannte Verfahren sind: Enteisenung, Flockung, Filtration und Entsäuerung) werden angewendet, sollte das Wasser belastet sein. Sichergestellt ist auch, dass das Trinkwasser auf seinem Weg durch das Leitungsnetz hygienisch einwandfrei bleibt; nur bei Bedarf wird desinfiziert.

Wassergewinnung

Das reichhaltige Wasserdargebot in Deutschland sichert die nachhaltige Trinkwassergewinnung durch die Wasserversorgungsunternehmen.

Trinkwasser wird aus Grund-, Oberflächen- und Quellwasser gewonnen. Die natürliche Verfügbarkeit dieser Rohwasserressourcen ist regional unterschiedlich. Die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser hat in Deutschland Vorrang vor allen anderen Nutzungen. Dabei werden bundesweit rund zwei Drittel des Trinkwassers aus Grundwasser gefördert.
Die Wasserversorgungsunternehmen dürfen einem Gewässer aber nicht beliebig viel Wasser entnehmen. Die Entnahmemengen werden von der Wasserbehörde festgelegt. Die Wasserentnahme berücksichtigt die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort. Das ist die ökologisch verträglichste Lösung.

Zur Gewinnung von Grundwasser nutzen die Wasserversorgungsunternehmen Brunnen.
Moderne Brunnenanlagen (Horizontalbrunnen oder Vertikalbrunnen) fördern das in den Bodensporen sitzende Wasser in der Regel aus Tiefen von bis zu 50 Metern zu Tage, zum Teil auch aus tieferen Schichten. Über eine Sammelleitung gelangt das gewonnene Wasser ins Wasserwerk. Andere Formen der Trinkwassergewinnung sind zum Beispiel die

 

  • Nutzung von Oberflächenwasser,
  • Grundwasseranreicherung und die
  • Uferfiltratförderung oder die direkte Nutzung von
  • Quellwasser

 

Trinkwasserressourcen

Deutschland ist ein wasserreiches Land. Die öffentliche Trinkwasserversorgung nutzt nur 3 Prozent des sich ständig erneuernden Wasserdargebotes.

Ausreichende Niederschläge in Deutschland sorgen dafür, dass sich unsere Wasserschätze immer wieder erneuern.
Wir können Wasser nicht verbrauchen, sondern nur gebrauchen.

Wasser bewegt sich in einem immerwährenden Kreislauf. Als Wasserdampf steigt es zum Himmel und bildet Wolken. Als Niederschlag kehrt es zur Erde zurück und setzt seine Reise Richtung Meer fort.
Die Wassergewinnung nutzt diesen natürlichen Wasserkreislauf und gewinnt das Trinkwasser aus Grund-, Oberflächen- oder Quellwasser und gibt es an den Verbraucher weiter.


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Fax: 03385 495 -601


Bereitschaftsdienst / Havariedienst: 
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