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Wasserhärten des Trinkwassers 2016

Der Wasser- und Abwasserverband gibt hiermit entsprechend dem Gesetz über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln (Wasch- und Reinigungsmittelgesetz – WRMG) vom 29. April 2007 die Wasserhärten seiner Wasserwerke wie folgt bekannt:

Härtebereich: weich - weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter

Härtebereich: mittel - von 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter

Härtebereich: hart - mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter

Daraus ergeben sich für unsere Versorgungsgebiete folgende Härtebereiche:

Wasserwerk mit angeschlossenen Gemeinden/Ortsteilen/Gemeindeteilen Härtebereich Härte in mmol/l
CaCO3
Härte in °dH
(alte Bezeichnung)
WW Rathenow
(Rathenow, ohne Rathenow-Süd und Rathenow-West)
mittel/hart 2,7 15 °dH
WW Premnitz
(Premnitz, Mögelin, Döberitz, Milow, Böhne, Bützer, Jerchel, Zollchow, Vieritz, Nitzahn, Knoblauch, Heidefeld, Am Stadtgut, Rathenow-Süd, Rathenow-West, Steckelsdorf, Göttlin, Grütz, Großwudicke, Kleinwudicke, Buckow, Kleinbuckow, Bahnitz, Möthlitz)
mittel 1,5 8,5 °dH
WW Rhinow
(Rhinow, Kietz, Stölln, Altgarz, Großderschau, Rübehorst, Spaatz, Gülpe, Wolsier, Prietzen Strodehne, Schönholz, Neuwerder, Semlin, Hohennauen, Elslaake, Witzke, Albertsheim, Wassersuppe, Ferchesar, Stechow)
hart 3,2 18 °dH
WW Nennhausen
(Nennhausen, Kotzen, Rhinsmühlen, Buckow, Gräningen, Mützlitz, Garlitz, Bamme, Damme, Liepe, Kriele, Landin)
hart 3,0 17 °dH
WW Buschow
(Buschow, Barnewitz, Möthlow)
mittel 1,8 10° dH
WW Linde
(OT Linde)
hart 3,8 21 °dH
WW Klietz
(Schmetzdorf, Parey)
weich 1,4 7,7 °dH
WW Friesack
(Kleßen, Görne, Dickte)
mittel 2,0 11 °dH

Die geheimnisvolle Welt der Zeichen und Symbole

Wie oft haben wir erlebt, dass uns die kleinen blauen oder roten Schilder an Zäunen und Hauswänden Rätsel über Rätsel aufgegeben haben. Buchstaben, Zahlen, Linien wirken wie geheimnisvolle Hieroglyphen für verborgene Wege oder Eingänge. Für den Fachmann von der Wasserwirtschaft freilich sind die Ziffern und Lettern eindeutige Botschaften, nämlich klare Hinweise darauf, wo sich welche Anlagen der Wasserwirtschaft befinden. Und auch die Feuerwehr hat dank dieser Symbole in Sekundenschnelle den richtigen Hydranten für das Löschwasser gefunden. Damit sich auch unsere Leser künftig zu den Experten rechnen dürfen, stellen wir die wichtigsten Orientierungstafeln auf dieser Seite vor.

Das grüne Schild (1. von links) weist auf einen Absperrschieber an einer Abwasserdruckrohrleitung hin. Er liegt an einer Leitung von 300 mm Durchmesser. Die Zahlen unter dem T geben die Entfernung vom Schild an: 0,5 m links und 4,4 m gerade vor dem Schild.

Das rot umrandete weiße Schild (2. von links) zeigt die Lage eines Hydranten an. Der Hydrant befindet sich an einer Wasserleitung von 150 mm Durchmesser. Er liegt zwei Meter rechts vom Schild und vier Meter davor.

Das blaue Schild (3. von links) weist auf einen Absperrschieber hin. Er liegt an einer Wasserleitung von 100 mm Durchmesser. Die Zahlen unter dem T geben die Entfernung vom Schild an: 4,8 m rechts und zwei Meter in gerader Richtung vor dem Schild. Das L bedeutet, dass der Schieber ein Linksgewinde hat.

Das blaue Schild (4. von links) weist auf den Standort eines Absperrschiebers für einen Hausanschluss der Trinkwasserversorgung hin. Es wird an bzw. vor dem Objekt angebracht, das durch den Hausanschluss versorgt wird.

Amtliches Verkehrszeichen "Wasserschutzgebiet" (2. von rechts). Steht in 500 m Abstand von Trinkwasserbrunnen. Vorsicht mit wassergefährdenden Stoffen!

Ganz rechts: Hinweisschild für ein Territorium, das für die Gewinnung von Trinkwasser genutzt wird. Diese Flächen sind unbedingt vor Verunreinigungen zu schützen.

Schiebearmatur (ganz links) auf Straßen oder Gehwegen zur Sperrung von Rohrleitungen. Auf ihre Lage verweist das blaue Schild.

Einsteigschacht (2. von links). Jeder Kanal hat etwa alle 60 m eine Öffnung nach oben. Durch diese Öffnung können Arbeiter einsteigen, den Kanal lüften, Reinigungsgeräte in den Kanal bringen, Verstopfungen beseitigen, Kanalschlamm entfernen.

Hydrant (Unterflurhydrant) (3. von links) auf Straßen oder Gehwegen. Nicht zustellen oder darüber parken! Auf die Lage der Hydranten verweist das rot umrandete weiße Schild.

Schachtabdeckung (ganz rechts) aus Edelstahl, unter der sich technische wasserwirtschaftliche Anlagen befinden. Die Abdeckung darf nicht zugestellt oder gewaltsam geöffnet werden.

Wasserchinesisch

Fachbegriffe aus der Wasserwirtschaft karikaturistisch erklärt.

Belebungsbecken

Fachleute verstehen darunter einen der wichtigsten Bestandteile von Kläranlagen. Im Belebungsbecken werden die Bakterien kultiviert, die das Schmutzwasser aktiv reinigen.

Brunnenstube

So bezeichnet man die Einfassung einer Quelle zur Gewinnung von Trinkwasser und bei den in unserer Region üblichen Bohrungen das Abschlussbauwerk über dem Brunnen. Die Brunnenstube ist ein frostfreier Raum, der als Zugang zum Brunnen und zur Installation der Rohrleitungsamaturendient.

Einwohnergleichwert

Der Einwohnergleichwert (EGW) ist ein Vergleichswert von gewerblichem oder industriellem Abwasser mit häuslichem Abwasser hinsichtlich des täglichen Anfalles von Abwasser oder Abwasserinhaltsstoffen.

Faulturm

In Faultürmen wird der Klärschlamm, der bei der Abwasserreinigung anfällt, biologisch abgebaut. Bei diesen anaeroben Verfahren (auch als Faulung bezeichnet) wird der Faulschlamm durch Bakterien ohne Zufuhr von Sauerstoff zersetzt.

Fremdwasser

Die "Abwassernorm" DIN 4045 definiert Fremdwasser als durch Undichtigkeit in die Kanalisation eindringendes Grundwasser, unerlaubt über Fehlanschlüsse eingeleitetes Wasser sowie bei einem Schmutzwasserkanal durch z. B. Abdeckungen von Kanalschächten zufließendes Oberflächenwasser. Auch durch die Kanalisation abgeleitetes Bach- oder Drainagewasser wird zum Fremdwasser gezählt. Da das Fremdwasser die Kapazität der Abwasserkanäle und Kläranlagen verbraucht, wird versucht, seinen Anteil am Mischwasser zu minimieren.

Hebebrunnen

Je nach Bestimmung unterscheidet man Haus- und Wasserwerksbrunnen, hinzu kommen Marktbrunnen. Letztere spenden meist ständig Wasser, man spricht von Laufbrunnen. Anders dagegen Hebebrunnen: Hier muss das Wasser aus dem Brunnenschacht erst einmal gehoben werden, ehe man sich laben kann. Weil historisch hierfür meist ein Eimer an einem Seil über eine Haspel lief, ist die Bezeichnung Ziehbrunnen verbreitet. Hebebrunnen gehören jedoch auch oft zu Wasserwerken, dort geschieht die Förderung jedoch mit Hilfe von Pumpen.

Leckage

Als Leckagen oder auch Tropfverluste bezeichnet der Fachmann undichte Stellen im Leitungs- bzw. Kanalnetz, aus denen das Wasser in kleinen Mengen austritt. Diese Schadstellen sind sehr schwer zu orten und können auf Dauer zu hohen Trinkwasserverlusten bzw. beim Abwasser zu Umweltverunreinigungen führen.

Niederschlagswasser

Wasserwirtschaftlich ist Niederschlagswasser von doppelter Bedeutung: Einerseits dient es im Wasserkreislauf der Erneuerung der Reservoirs für die Trinkwassergewinnung aus Oberflächen- und Grundwasser, andererseits können sie insbesondere bei heftigem Regen und Mischwasserkanalisation die Kläranlagen stark belasten. Die bewusste Einleitung von Niederschlagswasser in die Schmutzwasserentsorgung ist daher unzulässig, am günstigsten ist die natürliche Versickerung auf unversiegelten Flächen.

Sammelgrube

Sammelgruben dienten über Generationen hinweg zur Aufnahme von Schmutzwasser und Fäkalien auf dem Grundstück. Dabei wurde meist hingenommen oder sogar angestrebt, dass die flüssigen Bestandteile durch undichte Stellen versickerten, manche Gruben hatten dafür auch Abflüsse in Richtung einer Vorflut, sodass nur die festen Bestandteile periodisch entleert wurden. Heute dürfen bei der dezentralen Schmutzwasserentsorgung neben Kleinkläranlagen nur noch abflusslose und auf Dichtigkeit geprüfte Sammelgruben betrieben werden.

Schönungsteich

Schönungsteiche sind eine Art von Abwasserteichen und dienen der weitergehenden Reinigung biologisch gereinigten Abwassers vor der Einleitung in den Vorfluter. Sie verbessern nochmals die Ablaufwerte von Schwebestoffen, organischen Restbelastungen (BSB5, CSB), Stickstoff, Phosphor und Krankheitskeimen. Schönungsteiche kommen häufig bei Kleinkläranlagen, zumal Pflanzenkläranlagen zum Einsatz. Der Wartungsaufwand für Schönungsteiche ist sehr gering. Der Schlammanfall hängt in erster Linie von der Art und Leistung der vorgeschalteten Reinigungsstufen ab. Im allgemeinen ist der Schlammzuwachs jedoch so gering (wenige Zentimeter im Jahr), dass mit einer Räumung nur alle fünf bis zehn Jahre zu rechnen ist.

Wasserhärte

Die Wasserhärte gibt den Gehalt der im Wasser gelösten Erdalkali-Ionen (Calcium, Magnesium, Strontium und Barium) an, wobei die letzteren zwei Elemente nur sehr selten vorkommen.

Wasserschieber

Der Wasser- oder Absperrschieber ist eine Amatur, die gewöhnlich zum vollständigen Öffnen oder Schließen des gesamten Durchflussquerschnitts eines Rohres genutzt wird. Ein geschlossener Schieber kann beispielsweise Wartungsarbeiten an nachfolgenden Amaturen ermöglichen. Hergestellt werden Schieber zumeist aus duktilem (dehnbaren) Gusseisen.

Zementfraß

Der Fachmann spricht von Zementfraß, wenn bei einem Faulungsprozess Schwefelwasserstoff (H2S) entsteht, der sich mit dem in den Beton-/Zementleitungen befindlichen Wasser verbindet. Die dabei entstehende schweflige Säure H2SO3 greift den Beton an. Den Prozess kann man durch gute Be- bzw. Entlüftung eindämmen.

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Wasser- und Abwasserverband Rathenow

Am Heidefeld 10
14712 Rathenow

E-Mail: info@wav-rathenow.de
Tel.: 03385 495 -600
Fax: 03385 495 -601


Bereitschaftsdienst / Havariedienst: 
03385 503650 (rund um die Uhr)


Mobile Fäkalienentsorgung:
Tel.: 03385 495 -675
Mo.-Fr.: 7.30-15.00


Kundenservice und Verbrauchsabrechnung:
03385 495 -673 / -674

E-Mail:
kundenberatung@wav-rathenow.de

Mo.: nach Vereinbarung
Di.: 9.00-12.00    13.00-17.30
Mi.: 9.00-12.00    13.00-15.30
Do.: 9.00-12.00    13.00-15.30
Fr.: 9.00-11.00      -